|
|
|
|
Monatstipp Februar
Garachou, ein Weiler im Herzen der Auvergne, hat nur noch einen Einwohner: Ferdinand Pélissier. Der griesgrämige Alte, zu dem das Leben nicht sehr freundlich gewesen ist, lebt mit acht Charolais-Kühen und seinem treuen Hund Gamine ganz allein auf dem Hof. Eltern und Bruder sind gestorben, und Yvette seine einzige grosse Liebe, hat Ferdinand damals auch nicht bekommen. Ferdinands einziges Vergnügen ist es, den Postboten zu ärgern oder mit seinem Moped über die Landstrassen zu tuckern, um zu Beerdigungen zu fahren. Dann lässt er keinen vorbei - schliesslich gehört die Strasse nicht nur den Autofahrern, was? Ansonsten will der bärbeissige Bauer, den die Erinnerungen nachts manchmal nicht schlafen lassen, nur noch seine Ruhe. Als eines schönen Morgens ein englisches Ehepaar den Nachbarhof kauft, um daraus ein Bed & Breakfast zu machen, ist Ferdinand entsetzt. Engländer, ausgerechnet! Haben die nicht auch Jeanne d'Arc auf dem Gewissen? Mit schlechtem Benehmen und angelegtem Gewehr ist der Alte wild entschlossen, die "Roastbeefs" zu vertreiben. Doch abgesehen von ihrem Kauderwelsch sind Mrs und Mr Kelly gar nicht so schrecklich. Und für Peggy, ihre kleine Tochter, öffnet der alte Ferdinand noch einmal sein Herz ... Gérard Georges: Eines Morgens auf dem Land, Thiele 266 Seiten |
|
|
|
|