Speedstacking! Grosses Wett-Becherstapeln am Strassenfest
Am Strassenfest vom 25 und 26 August konnte man sich im Becherstapeln üben. Speedstacking bedeutet soviel wie Schnelligkeitsstapeln. In der Sportart "Sportstacking" werden Plastikbecher in maximaler Geschwindigkeit verschieden angeordnet, aufgetürmt und wieder zusammengestapelt.
Das Team der Ludothek Ebnat Kappel wartete mit acht Übungsstationen auf, an denen das Spiel instruiert wurde. Daneben gab es 2 Messstationen, an welchen gegen ein kleines Entgelt wie an Meisterschaften die Zeit gemessen wurde. Nur gerade über Mittag war es etwas ruhiger an den Stapeltischen, aber sonst waren die Lerntische fast andauernd besetzt. Von Kleinkindern, die gerade mal über die Tischkante gucken konnten, über Väter mit Söhnen im Wetteifer, bis hin zum Grosi - alle liessen sich faszinieren von den flinken Händen an farbigen Plastikbechern.
Wettbewerb Gesucht wurden nebenbei die 3 schnellsten Strassenfest-Stapler. Und schon am Samstagnachmittag fiel die Gruppe junger Cracks auf, die sich über zwei Stunden lang eifrig trainierte und auf immer neue Rekorde aus war. Am Sonntag wurden nach erneutem hartem Training sehr gute Zeiten im 3-6-3 Stapeln erzielt und um 17 Uhr konnten die Preise an die 3 glücklichen Gewinner verteilt werden. 1. Rang Benjamin Huber 4.59s, 2. Rang Dionis Anderegg 4.65s, 3. Rang Remo Kammermann 5.01s
Ursprünglich aus Amerika Speedstacking kommt aus den USA, wo seit 2001 die jährlichen Weltmeisterschaften stattfinden. Allerdings ist der Stapel-Virus längst nach Europa übergeschwappt und so kommen die momentanen Weltrekordhalter der verschieden Stapel-Distiplinen zur Zeit meist aus Deutschland. Aber auch der Schweiz breitet sich der neue Sport sehr schnell aus und es finden regelmässig Stapelevents nach internationalen Regeln statt.
Schulprojekte mit Bechern In USA beteiligen sich über 12000 Schulen an einem Programm mit Becherstapeln. Der Erfolg zeigt sich vor allem in der besseren Konzentrationsfähigkeit der Kinder. Das Konzept funktioniert auch in Deutschland und in der Schweiz. Hier beteiligen sich heute vor allem im Raum Basel bereits mehrere Schulen an einem Programm. Die Variationen sind fast endlos: Allein, mit Partner oder in der Gruppe, kooperativ oder im Wettbewerb, in der Klasse oder in der Turnhalle.
Positive Nebeneffekte Sportstacking fördert die Beidhändigkeit, die Auge-Hand-Koordination und das Reaktionsvermögen. Durch das abwechselnde Arbeiten mit linker und rechter Hand und das Überkreuzen der Gesichtsmitte werden gleichermassen beide Gehirnhälften aktiviert. Durch regelmässiges Stapeln werden die Nervenbahnen im Gehirn trainiert, was sehr hilfreich ist für das Erlernen neuer Inhalte oder anderer Fertigkeiten, wie beim Spielen eines Instrumentes, im Sport, oder beim Lesen und Schreiben. Das Faszinierende dabei ist, dass man diesen Effekt mit etwas erreichen kann, das grossen Spass macht.
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