Verein Bibliothek/Ludothek Ebnat-Kappel; Tätigkeitsbericht für das Jahr 2010
Um die anstehenden Geschäfte zu erledigen, traf sich der Vorstand im vergangenen Jahr zu 4 Sitzungen. Bibliothek und Ludothek blicken bereits auf eine mehrjährige Tätigkeit zurück und gewisse Abläufe bei der Erledigung der Arbeiten haben sich gut eingespielt.
Die Finanzen bildeten einen Dauerbrenner der Vorstandsarbeit. Sie sind jedoch eine wichtige Grundlage für eine gedeihliche Entwicklung unserer Institution. Die seinerzeitige Spende von Werner und Margrit Hofer von Fr. 50 000.-- war Ende 2010 ausgeschöpft. Wir können in Zukunft keine Bücher mehr aus der Investitionsrechnung bezahlen. Daraus ergeben sich für die Betriebsrechnung Mindereinnahmen von ca. Fr. 7 000.--, die ab 2011 anderweitig gedeckt werden müssen. Auf diese Entwicklung haben wir den Gemeinderat frühzeitig aufmerksam gemacht und ihn um eine Aufstockung des Beitrages ersucht. Gemäss seinem Beschluss vom 27. Nov 2009 wurde uns eine Erhöhung um Fr. 10 000.— zugestanden. Durch den Wegfall des „Hofergeldes“ reduziert sich dieser Betrag ab 2011 aber auf Fr. 3 000.— ; dies gilt sowohl für die Bibliothek wie die Ludothek (10 000 – 7 000 gibt nach Adam Riese 3 000)!
In der Anlaufphase der Bibliothek und Ludothek konnte das Personal nur ganz bescheiden entlöhnt werden. Schon seit einiger Zeit beschäftigt uns diese Situation, sind wir uns doch einig, dass dies kein Dauerzustand sein kann. Was machen wir, wenn nach besser bezahlten Jobs Ausschau gehalten wird? Daher wurden 2010 erstmals die Ausleihstunden lohnmässig etwas besser abgegolten und sie erreichen knapp den Minimalansatz. Ebenso wurden die Ansätze der Hintergrundarbeit auf eine neue Basis gestellt. Dabei ist zu beachten, dass bei dieser Massnahme immer noch mehr als die Hälfte der Hinter-grundstunden aus Freiwilligenarbeit besteht. Trotz grösster Sparsamkeit schliesst die vorliegende Rechnung 2010 mit einem Defizit von rund Fr. 4 500.-- ab.
Im bereits erwähnten Beschluss des Gemeinderates wurden wir beauftragt, den „Finanzierungsplan zu überarbeiten und hierüber bis Ende Juni 2011 Bericht zu erstatten“. Im Vorstand machten wir uns an die Erfüllung dieser Auflage und suchten nach Einsparungen einerseits und Mehreinnahmen anderseits. Das Resultat dieser Abklärungen ist allerdings bescheiden ausgefallen.
Auf eine spezielle Einsparung möchte ich hier noch eintreten. Die Versicherung unserer Medien wird neu von Gemeinde und Schule übernommen, was uns eine finanzielle Entlastung bringt. Besten Dank für dieses Entgegenkommen. Das nun vorliegende Budget 2011 weist trotz grösster Zurückhaltung ein Defizit von Fr. 8 000 auf. Darin sind unsere Verbesserungsvorschläge bereits eingeschlossen. Auf Einzelheiten werden wir bei der Verabschiedung des Budgets 2011 zurückkommen. Der Vorstand wird mit dem Gemeinderat demnächst Kontakt aufnehmen, um eine für beide Seiten befriedigende Lösung bez. Finanzen zu finden.
Selbstverständlich werden sich Bibliothek und Ludothek nach wie vor dafür einsetzen auch ihren Teil zur Finanzierung beizutragen. Dazu gehört das stete Bemühen, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln haushälterisch umzugehen. Aber trotz allem: Jede Bibliothek ist auf die Unterstützung der öffentlichen Hand angewiesen. Dies lässt sich nicht wegdiskutieren!
Leider musste ich Sie in diesem Jahresbericht über die doch eher trockene Finanzmaterie orientieren. Viel lieber hätte ich Ihnen von einer neuen grösseren Bibliothek/Ludothek geschwärmt, die genügend Platz bietet für all unsere Medien, die wir aus Platzmangel bereits heute im Arbeitsraum aufstellen müssen. Es wäre ein viel einfacheres Projekt als die geplante Bibliothek in der Hauptpost St. Gallen ... und vielleicht gerade deswegen zu realisieren...
Dank Bedanken möchte ich mich vorerst bei der der Politischen Gemeinde, eingeschlossen die Schulgemeinde, der Dorfkorporation sowie den beiden Kirchgemeinden für ihr finanzielles Engagement. Ein ganz grosses Dankeschön gilt aber dem gesamten Ludo- und Bibliotheksteam, das mit Freude und Begeisterung viel Arbeit leistet. In diesen Dank eingeschlossen sind ebenso jene, die auf freiwilliger Basis mithelfen. Lieben Dank auch an Paula und Christa für die Gestaltung des Informationsblattes, welches das Wichtigste über die Bibliothek und Ludothek in anschaulicher Weise zusammenfasst. Ganz herzlich danke ich auch meinen Kolleginnen und Kollegen im Vorstand für ihr Mitdenken und die konstruktive Zusammenarbeit. Einen Dank richte ich an alle Benützer sowie den aktiven, passiven und juristischen Mitgliedern unserer Bibliothek/Ludothek. Sie sind es, die unser Unternehmen finanziell oder ideell mittragen.
Ich möchte den Jahresbericht mit einem Zitat von Cicero, einem römischen Rhetoriker und Philosophen, schliessen: „ Wenn du einen Garten und dazu noch eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen!“
Freuen wir uns, dass Ebnat-Kappel nicht nur blühende Gärten oder Parks hat, sondern auch eine Bibliothek und sogar eine Ludothek!
Hildegard Schaedler 17.2.2011
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