Verein Bibliothek/Ludothek Ebnat-Kappel;
Tätigkeitsbericht für das Jahr 2009
Um die anstehenden Geschäfte zu erledigen, traf sich der Vorstand im vergangenen Jahr zu 5 Sitzungen.

Im Frühjahr 2009 wurde den Bibliotheken das Konzept für Regional- und Gemeindebibliotheken des Kantons St. Gallen zur Stellungnahme unterbreitet. Pro Region sollte eine Gemeindebibliothek die Funktion einer Regionalbibliothek wahrnehmen. Dazu würde sie vom Kanton jährlich mit namhaften Betriebsbeiträgen unterstützt. Gleichzeitig sollten innovative Projekte mit einmaligen Beiträgen gefördert werden. Am Bibliothekstag vom 23. April 2009 in St. Gallen wurde das Projekt dem anwesenden Bibliothekspersonal genauer vorgestellt und in Gruppen diskutiert.
Es ist unbestritten, dass im Kt. St. Gallen bezüglich der Bibliotheken Handlungsbedarf besteht. Unsere Stellungnahme ging dahin, vorerst die Förderungsmassnahmen bei den lokalen Bibliotheken und die Bibliotheksdichte im Kanton zu verbessern sowie einen kantonalen Bibliotheksbeauftragten einzusetzen, bevor übergeordnete Strukturen geschaffen werden. Von politischer Seite ist alles daran zu setzen, dass das Führen einer Bibliothek zur Pflichtaufgabe einer Gemeinde wird. Gegenwärtig wird das Projekt aber nicht weiter verfolgt.
Der Vorschlag, innovative Projekte mit einmaligen Beiträgen zu unterstützen, fand unsere Zustimmung. Daraus ist die Idee des Lesehunger-Projektes 2010 der Toggenburger Bibliotheken entstanden, woran sich auch unsere Bibliothek beteiligt.

Ein Schwerpunkt unserer Vorstandsarbeit bildete die Regelung der Entlöhnung. In der Anlaufphase musste der Stundenlohn der Ausleihe bei der Bibliothek wie bei der Ludothek auf äusserst tiefem Niveau gehalten werden. Die Hintergrundarbeit konnte nicht entlöhnt werden. Im letzten Jahr wurden die rund
3 000 Stunden Hintergrundarbeit mit einem Stundenlohn von Fr. 3.-- entschädigt. Dies kann sicherlich kein Dauerzustand sein. Ferner sind die Anforderungen an eine moderne Bibliothek in den letzten Jahren dauernd gestiegen und haben die Grenzen der Freiwilligenarbeit längst überschritten. Denken wir nur an die Statistik, die wir jährlich nach Bern schicken müssen.
Bisher ergab sich eine Entlastung bei der Anschaffung von Büchern für Erwachsene via Spende Hofer, und zwar ca. Fr. 7 000 jährlich, finanziert zu lasten der Investitionsrechnung. Dies fällt in Zukunft weg. Nun steht uns nur noch ein kleiner Restbetrag zur Verfügung, was den finanziellen Spielraum wesentlich einschränkt.

Aus all diesen Überlegungen heraus haben wir ein Gesuch zuhanden der Gemeinde um Erhöhung des Gemeindebeitrages eingereicht. Um unsere Anträge entsprechend abstützen zu können, wurde eine detaillierte Übersicht mittels eines Quervergleichs mit 5 Bibliotheken erstellt. Auf der Ludothekseite bestehen im Moment noch keine vergleichbaren Grundlagen.
Die uns in der Folge von der Gemeinde zugestandene Erhöhung um Fr.
10 000
.— ermöglicht es, den Stundenansatz für die Ausleihe für Mitarbeiterinnen der Bibliothek mit einer Grundausbildung im Jahr 2010 um Fr. 2.-- zu erhöhen. Davon profitiert auch das Leitungsteam der Ludo, womit die Mehrarbeit und die grössere Verantwortung abgegolten werden.

Der Vorstand beantragt ferner, die Entschädigung der Hintergrundarbeit im laufenden Jahr etwas aufzubessern. Dies hat im Budget 2010 ein entsprechendes Defizit zur Folge.
Gesicherte Finanzen sind aber eine wichtige Grundlage für eine gedeihliche Entwicklung unserer Institution. Dies wird uns auch in diesem Jahr beschäftigen. Bibliothek und Ludothek werden sich nach wie vor dafür einsetzen auch ihren Teil zur Finanzierung beizutragen.
Neben andern kleineren Geschäften wurden die Pflichtenhefte sowie das Organigramm überarbeitet und angepasst.

Mit der Organisation des regionalen Ludotreffens in Ebnat-Kappel vom 19. September 2009 ist es dem Ludoteam hervorragend gelungen Präsenz zu markieren. Es hat uns gefreut, dass wir den vielen anwesenden Ludothekarinnen das Modell von Ebnat-Kappel kurz aufzeigen konnten. Es gibt nur wenige Bibliotheken im Kt. St. Gallen, die mit einer Ludothek verbunden sind. Ich erachte dieses Zusammengehen immer noch als grossen Vorteil.

Es ist ein Anliegen der Bibliothek und Ludothek, sich immer besser in der Gemeinde zu verankern. In diesem Sinne bemühen wir uns, mit andern Vereinen, Firmen oder Institutionen gemeinsame Anlässe durchzuführen (das jüngste Beispiel hiefür ist die Lesung heute Abend).

Dank
Bedanken möchte ich mich vorerst bei der der Politischen Gemeinde, der Schule, der Dorfkorporation sowie den beiden Kirchgemeinden für ihr finanzielles Engagement.
Ein ganz grosses Dankeschön gilt aber dem gesamten Ludo- und Bibliotheksteam, das mit Freude und Begeisterung und einem riesigen Zeitaufwand viel Arbeit leistet. In diesen Dank eingeschlossen sind ebenso jene, die auf freiwilliger Basis mitarbeiten.
Wiederum präsentieren wir Ihnen dieses Jahr ein Informationsblatt, welches das Wichtigste über die Bibliothek und Ludothek in anschaulicher Weise zusammenfasst. Ein spezieller Dank gilt den Verfasserinnen.
Ganz herzlich danken möchte ich auch meinen Kolleginnen und dem Kollegen im Vorstand. Es erfüllt mich mit Freude, mit einem derart motivierten Team zu arbeiten.
Last but not least danke ich allen Benützern und Mitgliedern unserer Bibliothek und Ludothek. Es freut uns stets, wenn unsere Kunden positiv auf das Angebot reagieren. Dieses Feedback beweist uns, dass unsere Institution zur Lebensqualität in unserem Dorf beiträgt. Gleichzeitig ist es uns immer wieder ein Ansporn, in unseren Bemühungen nicht nachzulassen.
Hildegard Schaedler